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Verbraucherumfragen in Deutschland 2025 zeigen: Weiter klare Skepsis gegenüber Insekten als Lebensmittel

  • Autorenbild: Dipl. oec. Traute Kaufmann
    Dipl. oec. Traute Kaufmann
  • 19. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Insekten im Essen: Zwischen Nachhaltigkeitsversprechen und Bauchgefühl klafft in Deutschland weiterhin eine große Lücke. Die YouGov-Umfrage im Auftrag der dpa von März 2025 (1) zeigt: Viele lehnen Insekten als Lebensmittel ab, aber ein relevanter Teil ist zumindest offen, Insekten einmal zu probieren.


Skeptik gegenüber Insektenmehl
Skeptik gegenüber Insektenmehl

Was die Umfrage wirklich sagt

8% der Befragten geben an, bereits bewusst Insekten gegessen zu haben und 18% meinen, künftig Insekten probieren zu wollen. Rund 66% und damit zwei Drittel sagen, dass sie bisher keine Insekten gegessen haben und dies auch künftig nicht möchten (der verbleibende Anteil von rund 8% entfällt auf „weiß nicht/keine Angabe“).



Gründe der Skepsis gegenüber Insekten in Lebensmitteln: Ekel ist der dominierende Faktor – und er ist ernst zu nehmen

Als Hauptgrund gegen Insektenkonsum nennen 62% „Ekel“, deutlich vor kulturellen Gewohnheiten (24%) und der Sorge vor „unbekannten Inhaltsstoffen“ (22%). Das wirkt oft „irrational“, ist aber in der Akzeptanzforschung ein zentraler, stabiler Mechanismus: Ekel und negative Assoziationen (bspw. „unhygienisch“) sind starke Treiber von Vermeidung.

Fair-kritisch betrachtet heißt das: Wenn man die Akzeptanz von Insektenmehl in Nahrungsmitteln erhöhen will, muss mehr getan werden, als nur Nährwerte oder Klimaargumente aufzuzählen. Die Ablehnung der Verbraucher sollte jedenfalls nicht pauschal abgewertet werden, weil sie häufig aus tief verankerten Schutz- und Reinheitsintuitionen kommt.​


Produktstrategie: „Verarbeitete“ Insekten

Insekten landen in der EU nicht „einfach so“ in Lebensmitteln: Es gibt Zulassungen und Kennzeichnungspflichten, und neue Varianten wie UV-behandeltes Pulver aus Tenebrio molitor (Mehlkäfer) sind inzwischen zugelassen. Dass Hersteller mit dem Einsatz von Insektenpulver als Zutat in vertrauten Produkten eher auf „unsichtbare“ Formen setzen, passt zu Erkenntnissen aus der Forschung: Weniger Sichtbarkeit kann Ekelbarrieren reduzieren und die Probierbereitschaft erhöhen. So lautet die Erkenntis von Castro & Chambers (2) dazu: "Es wird dringend empfohlen, dass Insektenprodukte keine sichtbaren Insektenbestandteile enthalten, da diese negative Assoziationen hervorrufen" (2). Entsprechend setzen viele Nahrungsmittel-Hersteller eher verarbeitete Insekten (bspw. Pulver als Zutat) ein, weil das weniger abschreckt, als sichtbare Insektenstücke (3). Diese Strategie kann eine schrittweise Normalisierung von Insektenmehl als Nahrungsmittel befördern, ohne dass eine breite, bewusste gesellschaftliche Debatte stattfindet. Die Strategie begünstigt eine Verschiebung des Overtone-Fensters: Was gestern für viele noch „undenkbar“ oder „eklig“ war, kann durch häufigere, weniger auffällige Begegnungen (bspw. als verarbeitetes Mehl in vertrauten Produkten) in Richtung „diskutierbar“ und „akzeptabel“ rutschen, ohne dass es je zu einem klaren öffentlichen Grundsatzstreit kommt. Daher ist die transparente Kennzeichnung und ehrliche Kommunikation der Verwendung von Insektenmehl in Nahrungsmitteln sowie eine sachliche Debatte, die sowohl Nachhaltigkeitsargumente als auch berechtigte Ekel- und Hygienewahrnehmungen ernst nimmt, wichtig, damit die Entscheidung für Insektenmehl als Nahrungsmittel beim Verbraucher bewusst bleibt.


Wer sicher gehen möchte, dass sich keine Insektenzutaten im Lebensmitteleinkauf befinden, macht es wie viele andere zufriedene Nutzer und überprüft seine Lebensmitteleinkäufe mit der App www.insectinspect.app auf Insektenmehl, Insektenfett und andere Inhaltsstoffe.



Die App kann den EAN-Code und die Zutatenliste auslesen und bietet daher höchste Trefferquoten

Insekten in Lebensmitteln

Lesen Sie mit dem Scanner Ihres Smartphones den EAN-Code aus und lassen Sie sich unerwünschte Insektenzutaten zuverlässig anzeigen. Und natürlich funktioniert die App auch zur Überprüfung von Hunde- und Katzenfutter auf unerwünschte Insektenbeigaben von Hausgrille, Mehlkäfer, Heuschrecke und Buffalowurm.

Die App kann - anders als vergleichbare Apps - auch die Zutatenliste auslesen und ist daher unabhängig von der Funktionsfähigleit des EAN-Codes. Das ist wichtig, weil sehr viele EAN-Codes nicht in den offiziellen Datenbanken wie bspw. die Open Food Fact hinterlegt sind. Hier greifen vergleichbare Apps ins Leere und zeigen oft ein Fragezeichen an, weil sie die Zutaten nicht auslesen können. InsectInspect.app lässt sie hier nicht im Stich, was besonders bei regional angebotenen Lebensmitteln wichtig ist, da diese in der Regel nicht in offiziellen Datenbanken hinterlegt sind. Die App ist sowohl als iOS, als auch für Androids erhältlich. Auf dieser Webseite finden Sie die Links zum Apple Shop und zu Google Play, wo Sie das Produkt für einen Kleinstbetrag erwerben und auf Ihr Smarphone herunterladen können

Quellen

(1) YouGov im Auftrag dpa (März 2025) zitiert von finanztreff (13.03.2025):: Millionen in Deutschland würden Insekten probieren. Abgerufen von https://www.finanztreff.de/nachrichten/2025-03-13-umfrage-millionen-in-deutschland-wuerden-insekten-probieren-520085 am 19.02.2026.

(2) Castro, M. & E. Chambers (17.08.2019): Consumer Avoidance of Insect Containing Foods: Primary Emotions, Perceptions and Sensory Characteristics Driving Consumers Considerations.. Abgerufen von https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6722830/ am 19.02.2026.

(3) Jahnke, B. ,Berlianti, P., Rung, C. et al (2/2026): Insekten als Nachhaltige Proteinquelle - Potenziale und Herausforderungen. In: Ernaehrungs Umschau International (Online First), S. 7. Abgerufen von https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2026/02_26/EU02_2026_PR_Jahnke_ahead.pdf am 19.02.2026.


Bildnachweis

Gerd Altmann by pixabay.

 
 
 

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